Donnerstag, 27. November 2008

Die Textilbranche und die Globalisierung

Hier ein "must read" Artikel von Spiegel Online heute...

Ein kleiner Auszug:

"Nach Berechnung von CCC machen die Lohnkosten eines T-Shirts gerade mal ein Prozent des Preises aus, den der Kunde am Schluss im Laden dafür zahlt. Elf Prozent kosten Transport und Steuern, 13 Prozent sind Fabrikkosten und 25 Prozent fallen für Markenwerbung an. 50 Prozent aber, der Löwenanteil, sind Gewinn und Kosten des Einzelhandels. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch eine Untersuchung aus Dänemark: Danach schlägt bereits der Großhandel 35 bis 70 Prozent auf den Preis, danach kommen noch mal 200 bis 300 Prozent mehr vom Einzelhandel. "Dass die deutschen Discounter trotzdem so tun, als lägen ihnen die fairen Arbeitsbedingungen am Herzen, ist einfach verlogen", sagt Burckhardt."

und weiter unten, wenn es darum geht, wie man daran etwas ändern kann lautet es:

"Das aber könnte schwierig werden. Denn nach einer Umfrage des Branchenblattes "Textilwirtschaft" denken 70 Prozent der Deutschen, dass die Verantwortung für die Arbeitsbedingungen bei Industrie- und Handelsunternehmen liegt, nur 30 Prozent wären bereit, mehr für Kleidung zu zahlen, die sozialverträglich produziert wird. Und nur fünf Prozent geben an, überhaupt darauf zu achten, wie die Bekleidung hergestellt wird, die sie kaufen.

So lange sich das nicht ändert, wird sich wohl auch für Suma Sarker und ihre rund 2,5 Millionen Kollegen nichts ändern."

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